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Der
Verein der Emsdorfer Blasmusik wurde am Freitag, dem 22. Juli 1988
von 39 Interessierten im Feuerwehrgerätehaus Emsdorf gegründet.
Bereits 1 Woche später, am Donnerstag, dem 28. Juli 1988, nahm
der Dirigent, Herr Hans Wieber, in den Räumlichkeiten der
"Alten Schule" den Übungsbetrieb auf. Mit ihm hatte man
einen Dirigenten gefunden, der es verstand, die Grundbegriffe der
Musik, auch dem musikalisch Unbelasteten, vertraut zu machen.
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(
Unser erster Übungsleiter in Aktion / verstorben im Jahre
2000))
Die
nachfolgenden Übungsabende wurden mit großem Fleiß und
Interesse besucht, galt es doch, dem ersten Auftritt
entgegenzufiebern. Herr Wieber konnte deshalb auch zu einer
weiteren wöchentlichen Übungsstunde, ab Mittwoch, dem 21.
September 1988 gewonnen werden.
Noch vor dem ersten Auftritt am 5. November 1988 anlässlich der
Firmung von 59 Jungen und Mädchen durch Herrn Erzbischof Dr.
Dyba, wurden ab Sonntag, dem 16. Oktober1988 weitere, zusätzliche
Übungsstunden aufgenommen, in denen das Musizieren im
Schritttempo geübt wurde. Dank der nachsichtigen und ausdauernden
Haltung unseres Übungsleiters, konnte sich der junge Verein noch
an 2 weiteren Auftritten einbringen. Das erste öffentliche
„Auswärtsspiel“ wurde am Sonntag, dem 4. Juni 1989 beim
Bonifatiustag in Fulda bestritten.
Bereits in diesen Anfangsjahren zählte der Musikverein bei dörflichen
Feierlichkeiten zum Bestandteil der Festprogramme. Ob bei
kirchlichen oder weltlichen Veranstaltungen (Prozessionen,
Pfarrfesten, Kirmes, Weihnachten oder Ostern), der Musikverein ist
bis auf den heutigen Tag aus dem Dorfgeschehen nicht mehr
wegzudenken.

( Die
Emsdorfer Blasmusik in den Anfangsjahren )
Ein
weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Vereines ergab sich am
19. Mai 1990. An diesem Samstag fanden die Tonaufnahmen zur
Schallplatte „Kirchhain singt und musiziert“ in einem kleinen
Raum im Keller des Großseelheimer Dorfgemeinschaftshauses und am
6. Juli 1990 im Gemeinschaftshaus Langenstein statt. Von den
damaligen Aufnahmen, die sich jeweils über mehrere Stunden
hinauszogen, verbleiben am Ende gerade einmal 4 Minuten auf der
Doppellangspielplatte .
In
den Folgejahren galt es nun das musikalische Repertoir zu
verfeinern und zu erweitern. In diesen Jahren mußten sich der Übungsleiter
und der Vorstand den besonderen Schwierigkeiten eines jungen
Vereines ganz besonders stellen, denn es galt jetzt, sich den
verschiedensten Herausforderungen, wie geeignetes Notenmaterial,
einheitliche Vereinskleidung, weitere Ausbildungsmöglichkeiten
usw. zu stellen. Hierzu gehörte Weitsichtigkeit, Standvermögen
und jede Menge Einfühlungsvermögen. Dank der ausdauernden und
guten Zusammenarbeit mit Herrn Wieber, wurden in diesen ersten
Jahren in persönlicher, musikalischer und finanzieller Hinsicht
gute Erfahrungen gesammelt.
Im Folgejahr konnten dann nach langen Verhandlungen über
Finanzierung usw. einheitliche Uniformjacken angeschafft werden.
Im
Oktober 1991 fand der erste große Ausflug der Musikanten statt.
Verbunden mit einem Ständchen durften wir Gäste in einem
Waisenhaus in Erfurt sein. Zu den Höhepunkten dieser Zeit kann
zweifelsfrei die feierliche Mitgestaltung des Bonifatiusfestes am
31. Mai 1992 gezählt werden.
Nach der gemeinsamen Prozession vom Petersberg zum Domplatz
konnten wir mit weiteren 4 Kapellen unter der Leitung von Herrn
Pfr. Maicher, das Pontifikalamt vor 25.000 Gläubigen
mitgestalten. Auf dieses bis heute einmalige Erlebnis darf die
Emsdorfer Blasmusik mit Stolz zurückblicken.
In
der folgenden Zeit durften wir dann Gäste beim Gesangverein
Concordia in Kirchhain, beim Heimat- und Soldatenfest in
Stadtallendorf und der Kirmes in Niederklein sein.
Nach
langen Vorbereitungen wurde es am 18. Juni 1993 dann Ernst. Unser
Verein veranstaltete sein erstes Konzert. Lange war geplant,
umgeworfen, neugeplant worden. Dank der guten Übungsvorbereitungen
durch unseren Dirigenten Herrn Hans Wieber und der Mitwirkung des
MGV Emsdorf, verlief dieser musikalische Abend äußerst positiv.
Den
leider letzten großen Auftritt mit unserem Hans als Dirigenten
hatten wir am Firmtag des 07. November 1993.
Bereits zu dieser Zeit war unser Hans so erkrankt, dass er den Übungsbetrieb
zunächst nur noch zeitweise und nach weiteren Kliniksaufenthalten
dann nicht mehr wahrnehmen konnte.
Im
April 1994 nahm dann Herr Wilhelm Schnücker zunächst
kommissarisch den Übungsbetrieb auf. Mit ihm bestritten wir das
Kreisschützenfest in Emsdorf, sowie die 1150-Jahr-Feier in
Erfurtshausen.

( Die
Emsdorfer Blasmusik im Jahre 1994 )
Am
18. September 1994 fuhr dann eine Abordnung, nach einer Einladung
des ehemaligen Blasmusikfreundes Jürgen Schwalenstöcker, auch
bekannt als „Posaunenstöcker“, nach Borxleben , um sich vor
Ort für einen später geplanten, gemütlichen Ausflug des ganzen
Vereines zu informieren. Während dieser Vorbereitungsfahrt war
man u.a. auch Gast beim Schalmeienorchester der FFw Mönchpfiffel-Nikolausrieth
(Thüringen). Bereits zu dieser Zeit zeichnete sich eine
musikalische Bindung beider Vereine ab.
Am Morgen des 03. Oktober 1994 brach dann die Emsdorfer Blasmusik
zu ihrem Ausflug mit musikalischer Verzierung nach Mönchpfiffel-Nikolausrieth
auf. Aus einer dortigen Zeitungsanzeige war später zu entnehmen:
"...sie kamen als Fremde und fuhren als Freunde."
Diese musikalische Beziehung kann aus heutiger Sicht sicher als
Patenschaft gewürdigt werden, denn beide Vereine sind seitdem eng
miteinander verbunden.
Das
Jahr 1995 wurde geprägt von der 700-Jahr-Feier in Emsdorf, die in
der Zeit vom 13. bis 18. Juni begangen wurde. Auch hier brachte
sich die Emsdorfer Blasmusik gemeinsam mit den neuen Freunden aus
Möchpfiffel-Nikolausrieth bestens ein.

( Die
Emsdorfer Blasmusik im Jubiläumsjahr 1998 )
Den
vorerst letzten Auftritt mit Herrn Wilhelm Schnücker sollte dann
die musikalische Mitgestaltung der Kirmes 1995 sein, bevor Herr
Rolf Richter aus Kassel/Ahnatal den Dirigentenstab übernahm. Mit
ihm wurde das folgende Jahr musiziert und an Feinabstimmungen
gearbeitet. Im Januar und im März wurden zusätzliche Übungstage
abgehalten, um für das am 17. Mai 1996 geplante Konzert
vorbereitet zu sein.
Neben den bereits üblichen Auftritten zu Ostern, Weißer Sonntag,
verschiedener Ständchen in Emsdorf und Umgebung (z.B. Grenzgang
in Buchenau), galt es nun hart an den Stücken für den
Konzertabend zu proben.
In dieser Zeit spürte man die ganze Strenge und Ernsthaftigkeit
des Übungsleiters. Das Konzert selbst kann heute noch als genial
eingestuft werden. Bis zu der Sommerpause waren noch einige Ständchen
zu absolvieren, bis uns dann Herr Richter verließ.
Es
galt nun erneut einen geeigneten Dirigenten zu finden. Mit
„unserem" Wilhelm Schnücker konnte dann wenig später der
neue/alte musikalische Leiter verpflichtet werden, der auch heute
noch den Taktstock fest in seinen Händen hält. Dank seines Könnens
konnten weitere aktive Neuzugänge in die Musikkapelle
eingegliedert werden.
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